Die Bedeutung der Regelungslogik für moderne Umwälzpumpen in Heiz- und Kühlsystemen
- Redazione One Pump

- vor 6 Tagen
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In der Welt der elektronischen Umwälzpumpen reicht es nicht mehr aus, nur über Förderhöhe, Volumenstrom und Einbaulänge zu sprechen. Heute ist die Kompatibilität mit der Regelungslogik der Anlage ein entscheidender Faktor, insbesondere bei Arbeiten an Heizkesseln, Wärmepumpen, Hybridsystemen, Solaranlagen und modernen HVAC-Anwendungen.
Hier kommen PWM1 und PWM2 ins Spiel: zwei externe Steuermodi, die es dem Wärmeerzeuger oder der Steuerung ermöglichen, den Betrieb der Umwälzpumpe präziser zu modulieren als mit einer einfachen manuellen Einstellung. Innerhalb des One Pump Sortiments sind mehrere Modelle speziell dafür ausgelegt, diese Signale zu verarbeiten und gleichzeitig die traditionellen Betriebsarten wie dP/V, dP/C, drei feste Drehzahlen und in vielen Fällen auch die Auto-Funktion beizubehalten. Die Serien OPE 6/8 IPWM1-2, GPA 11 H, GPA 25-12-180 / 32-12-180, GPA 17 HD, NEOS M 32-10-220F und NEOS B bieten allesamt Kompatibilität mit PWM1 und/oder PWM2 zusammen mit internen elektronischen Regelungsmodi.
Warum die PWM-Regelung bei modernen Umwälzpumpen zentral geworden ist
Die Umwälzpumpe ist kein passives Bauteil mehr. In modernen Maschinen muss sie mit der Elektronik der Anlage kommunizieren und ihre Leistung an den tatsächlichen Bedarf des Systems anpassen. Das gilt insbesondere für:
Brennwertkessel;
Wärmepumpen;
Hybridsysteme;
Solaranlagen;
Kühl- und Geothermiekreisläufe;
Hydraulikgruppen und gewerbliche Anwendungen.
Wenn eine Umwälzpumpe per PWM geregelt wird, versorgt die Maschine sie nicht nur mit Strom: Sie steuert sie aktiv. Praktisch bedeutet das, dass der Wärmeerzeuger den Pumpenbetrieb entsprechend der angeforderten Last, der Betriebsbedingungen und der Regelungslogik der Anlage modulieren kann. One Pump bietet mehrere Modelle, die genau für diese Art der Integration entwickelt wurden und gleichzeitig alternative Betriebsarten für Fälle beibehalten, in denen keine externe Steuerung verwendet wird.
PWM1 und PWM2: Was ist der tatsächliche Unterschied?
Hier sollte man klar sein. PWM1 und PWM2 sind keine austauschbaren Bezeichnungen. Im One Pump Katalog ist die anwendungsbezogene Unterscheidung ausdrücklich genannt: Bei einigen Serien, wie GPA 25-12-180 / 32-12-180 und NEOS M 32-10-220F, wird PWM1 als Steuermodus für Heizkessel und Wärmepumpen angegeben, während PWM2 mit Solaranwendungen verbunden ist. Genau das ist der technische Punkt, der bei der Auswahl eines Ersatzprodukts oder bei der Planung eines Retrofits wirklich zählt.
Mit anderen Worten:
PWM1 ist die Steuerlogik, die typischerweise mit Heizkesseln und Wärmepumpen verbunden ist;
PWM2 ist die Steuerlogik, die typischerweise in Solaranwendungen eingesetzt wird.
Der Katalog liefert einen detaillierten elektrischen Überblick über die Protokolle, ohne jedoch tief in die elektronische Signalverarbeitung einzusteigen. Sicher sagen lässt sich, dass im One Pump Sortiment der Unterschied zwischen PWM1 und PWM2 als funktionaler und anwendungsbezogener Unterschied dargestellt wird. Für den Installateur ist das deutlich wichtiger als Theorie: Wenn die Maschine in PWM1 steuert, wird eine mit PWM1 kompatible Pumpe benötigt; wenn die Steuerung in PWM2 arbeitet, wird eine Pumpe benötigt, die PWM2 erkennt.
Der eigentliche Vorteil: eine PWM-Pumpe, die auch in traditionellen Betriebsarten arbeiten kann
Die Stärke des One Pump Sortiments ist nicht nur die PWM-Kompatibilität. Die eigentliche Stärke ist die doppelte Flexibilität.
Viele Modelle, die mit PWM1 und PWM2 kompatibel sind, können nämlich auch mit traditionellen internen Regelungsarten arbeiten:
3 dP/V-Kennlinien;
3 dP/C-Kennlinien;
3 feste Drehzahlen;
Auto, sofern vorhanden.
Dieser Ansatz ist zum Beispiel bei den Serien OPE 6 IPWM1-2 und OPE 8 IPWM1-2 sehr klar zu erkennen, die über 9 Kennlinien, PWM1, PWM2, Auto, 3 dP/V, 3 dP/C und 3 feste Drehzahlen verfügen. Dasselbe Muster findet sich auch bei den Familien GPA 11 H, GPA 25-12-180 / 32-12-180, GPA 17 HD und NEOS M 32-10-220F.
Für den Ersatzteilmarkt bedeutet das etwas sehr Einfaches: Die Umwälzpumpe ist nicht an nur eine einzige Steuerlogik gebunden. Sie kann als extern per PWM geregelte Pumpe installiert werden, aber auch mit klassischen Regelungseinstellungen verwendet werden, wenn das Signal nicht vorhanden oder nicht erforderlich ist. Genau das macht das One Pump Konzept als Ersatzlösung besonders stark.
OPE 6 IPWM1-2 und OPE 8 IPWM1-2: universelle Umwälzpumpen für anspruchsvolle Wohnanwendungen
Wenn eine Produktfamilie als besonders vielseitige Ersatzlösung hervorsticht, dann ist es die Serie OPE 6 IPWM1-2 / OPE 8 IPWM1-2.
Der Katalog beschreibt sie als Gewindeserie in DN 20/25/32 mit Einbaulängen von 130 und 180 mm, einem Förderhöhenbereich von 6–8 Metern, einer Medientemperatur von -20 °C bis +110 °C, Eignung für Heizung, Klimatisierung und Solaranwendungen und vor allem mit:
9 Kennlinien;
PWM1;
PWM2;
Auto;
3 dP/V;
3 dP/C;
3 festen Drehzahlen;
PWM1/A - PWM2/A-Signalkabel.
Klar gesagt: Für viele Ersatzfälle bei Heizkesseln, Wärmepumpen und gemischten Systemen gehören diese Modelle zu den interessantesten, weil sie Steuerungskompatibilität mit betrieblicher Flexibilität verbinden. Es sind nicht nur PWM-Pumpen. Es sind Pumpen, die auch außerhalb des PWM-Betriebs gut arbeiten können.
GPA 11 H: höhere Förderhöhe, doppelte PWM-Kompatibilität und alternative Regelungsarten
Wenn eine höhere hydraulische Leistung erforderlich ist, bietet One Pump die GPA 11 H an. Der Katalog beschreibt sie als Serie mit bis zu 11 Metern Förderhöhe, einer Medientemperatur von -10 °C bis +110 °C, externer Regelung über PWM1/A und PWM2 sowie 9 Kennlinien, 3 dP/V, 3 dP/C, 3 festen Drehzahlen und Auto. Dieselbe Familie wird außerdem für Wärmepumpenanwendungen mit Verweis auf die Norm EN 60335-2-40 in Bezug auf A3-Kältemittel genannt.
Diese Serie ist sinnvoll, wenn die vorhandene Umwälzpumpe eine leistungsstärkere Pumpe als im Bereich 6–8 Meter erfordert, aber weiterhin Kompatibilität mit PWM-Logik und alternativ die Möglichkeit zum Betrieb im Standard-Elektronikmodus benötigt wird.
GPA 25-12-180 und GPA 32-12-180: die anwendungsbezogene Unterscheidung zwischen PWM1 und PWM2 ist ausdrücklich angegeben
Bei der Familie GPA 25-12-180 / GPA 32-12-180 ist der Katalog noch deutlicher. Die Regelungsarten sind aufgeführt als:
3 dP/V;
3 dP/C;
3 feste Drehzahlen;
Auto;
PWM1 (Boiler - Heat pump);
PWM2 (Solar).
Hier wird der Unterschied zwischen PWM1 und PWM2 auf Anwendungsebene klar benannt. Das ist wichtig, weil diese Serie dadurch besonders gut als Ersatz in Anlagen geeignet ist, bei denen der externe Steuermodus bereits durch den Wärmeerzeuger definiert ist. Darüber hinaus kann dieselbe Pumpe auch mit traditionellen Regelungseinstellungen betrieben werden, ohne dass die Anlage ausschließlich im PWM-Modus laufen muss. Aus diesem Grund ist die GPA 12 Serie eine der glaubwürdigsten Lösungen, wenn man von einem vollständigen Ersatz aus funktionaler Sicht spricht.
GPA 17 HD: die Lösung für anspruchsvollere Anwendungen
Noch eine Stufe höher deckt die GPA 17 HD den Bereich hoher Förderhöhen ab. Der Katalog beschreibt sie mit bis zu 17 Metern Förderhöhe, externer Regelung über PWM1/A und PWM2, 9 Kennlinien, 3 dP/V, 3 dP/C, 3 festen Drehzahlen und Auto. Auch hier bleibt die Logik also gleich: Die Pumpe kann durch die Elektronik der Maschine geregelt werden und behält gleichzeitig ein vollständiges Spektrum alternativer Betriebsarten.
Für gewerbliche Anlagen, größere Wärmepumpenanwendungen, Kreisläufe mit hohen Druckverlusten oder technisch anspruchsvolle Retrofits ist dies eine sinnvolle Option. Nicht weil sie „alles kann“, sondern weil sie den entscheidenden Punkt gut abdeckt: Steuerungskompatibilität, hydraulische Leistung und alternative Betriebsarten.
NEOS M 32-10-220F: kompakte Flanschausführung mit PWM1 und PWM2
Wer von Gewindeanschlüssen auf eine Flanschpumpe umsteigen muss, findet im Katalog die NEOS M 32-10-220F, die ab Juli 2026 verfügbar sein soll. Das Produkt wird beschrieben mit:
Förderhöhe bis 10 Meter;
Einbaulänge 220 mm;
PWM1 (Boiler - Heat pump);
PWM2 (Solar);
3 dP/V;
3 dP/C;
3 festen Drehzahlen;
Auto.
Für kompakte Retrofits und leichte gewerbliche Anwendungen ist das eine interessante Lösung, weil sie die gleiche Grundphilosophie der Gewindemodelle in eine Flanschausführung überträgt.
NEOS B: die breiteste und flexibelste Serie
Wenn der Fokus auf größere gewerbliche Anlagen gerichtet ist, ist die Serie NEOS B wahrscheinlich das vielseitigste Angebot im One Pump Sortiment. Laut Katalog verfügt sie über:
6 dP/V;
6 dP/C;
6 feste Drehzahlen;
Auto;
Nachtabsenkung;
Wi-Fi;
PWM1;
PWM2;
0–10V mit optionalem Modul.
Die Baureihe reicht von DN32 bis DN80 und erreicht bis zu 18 Meter maximale Förderhöhe. Damit ist NEOS B eine sehr interessante Plattform, nicht nur für diejenigen, die PWM1 oder PWM2 benötigen, sondern auch für diejenigen, die die Pumpe in komplexere Systeme integrieren müssen, bei denen die Steuerlogik von Anlage zu Anlage variieren kann.
0–10V-Modul: wenn die Pumpe in Systeme mit einer anderen Steuerungsart integriert werden muss
Hier ist Präzision wichtig. Im Zubehörkatalog ist das „0–10V-Modul für OPE-, GPA- und NEOS-B-Pumpen“, Code 4CI6050B, aufgeführt. Das bedeutet, dass die Serien OPE, GPA und NEOS B in bestimmten Konfigurationen auch in Systeme integriert werden können, in denen das verfügbare Steuersignal 0–10V ist.
Die korrekte Formulierung lautet also: One Pump bietet ein spezielles Modul für die 0–10V-Integration bei kompatiblen Serien an. Dadurch können auch Anwendungen abgedeckt werden, bei denen das System nicht nativ mit PWM, sondern mit 0–10V arbeitet. Mehr zu behaupten, ohne ein spezifisches technisches Datenblatt des Moduls zu haben, wäre willkürlich. Der wesentliche Punkt bleibt: Das Sortiment endet nicht bei reinem PWM, sondern kann, sofern im Katalogzubehör vorgesehen, auch analoge Steuerungsszenarien abdecken.
Wichtig: Nicht das gesamte One Pump Sortiment ist PWM-kompatibel
Nicht alle One Pump Umwälzpumpen sind mit PWM1 und PWM2 kompatibel.
Zum Beispiel ist OPE 10 in konstruktiver Hinsicht und beim Motorschutz eine sehr interessante Serie, aber in der Katalogtabelle ist PWM1/A und PWM2/A mit NO angegeben. Die Pumpe arbeitet mit 3 dP/V, 3 dP/C, 3 festen Drehzahlen und Auto, sollte aber nicht als PWM-Pumpe dargestellt werden.
Ebenso wird die GPA 40-10F als Pumpe mit 27 Regelungsarten und 0–10V-Eingang dargestellt, nicht als PWM-Pumpe. Und die Serie NEOS 1F/3F wird mit 3 festen Kennlinien und Auto dP/V vorgestellt, nicht als PWM-Serie. Das Sortiment ist also breit, muss aber sorgfältig gelesen werden: PWM-Kompatibilität ist vorhanden und stark, aber sie gilt nicht für jedes einzelne Modell.
One Pump PWM-kompatible Modelle, die für den Ersatz in Betracht kommen
Wenn das Ziel darin besteht, die wichtigsten One Pump Modelle zu identifizieren, die als funktionale Ersatzlösungen in extern geregelten Konfigurationen vorgeschlagen werden können, sind die klarsten Katalogreferenzen die folgenden:
Modelle mit PWM1 und PWM2
OPE 20-6-130-IPWM 1-2
OPE 25-6-130-IPWM 1-2
OPE 25-6-180-IPWM 1-2
OPE-32-6-180-IPWM 1-2
OPE 20-8-130-IPWM 1-2
OPE 25-8-130-IPWM 1-2
OPE 25-8-180-IPWM 1-2
OPE-32-8-180-IPWM 1-2
GPA 25-11H-130
GPA 25-11H-180
GPA 32-11H-180
GPA 25-12-180
GPA 32-12-180
GPA 25-17H-180
GPA 32-17H-180
NEOS M 32-10-220F
NEOS B Serie von DN32 bis DN80
Modelle mit PWM1
GPA 20-7.5-III-PRO-130
GPA 25-7.5-III-PRO-130
GPA 25-7.5-III-PRO-180
GPA 32-7.5-III-PRO-180
Kann One Pump als vollständiger Ersatz vorgeschlagen werden?
Die ehrliche Antwort lautet: ja, aber nur dann, wenn die technischen Daten kompatibel sind.
Aus funktionaler Sicht können viele One Pump Serien, die mit PWM1 und PWM2 kompatibel sind, als vollständiger Ersatz vorgeschlagen werden, weil sie Folgendes bieten:
Kompatibilität mit dem externen Steuersignal;
alternativen Betrieb in dP/V;
alternativen Betrieb in dP/C;
Betrieb mit drei festen Drehzahlen;
Auto-Funktion, sofern vorhanden.
Aber „vollständiger Ersatz“ bedeutet nicht, irgendeine Pumpe anstelle irgendeiner anderen einzubauen. Ein Ersatz ist nur dann sinnvoll, wenn Folgendes kompatibel ist:
Anschlüsse;
Einbaulänge;
Förderhöhe;
Volumenstrom;
Stromversorgung;
Medientemperatur;
Einsatzbereich;
Steuerlogik.
Diese Schlussfolgerung ist eine technische Ableitung, die mit den Katalogmerkmalen übereinstimmt: Das Sortiment deckt viele Konfigurationen ab und bietet eine breite Steuerungsflexibilität, aber die Auswahl muss trotzdem korrekt erfolgen. Einfach gesagt: Wer ein Ersatzprodukt verkauft, ohne die Anlagendaten zu prüfen, improvisiert.
Fazit
Der Unterschied zwischen PWM1 und PWM2 im One Pump Sortiment sollte unter dem Gesichtspunkt verstanden werden, der in der Praxis wirklich zählt: die Kompatibilität mit der Regelungslogik der Maschine. PWM1 ist mit Heizkesseln und Wärmepumpen verbunden; PWM2 ist mit Solaranwendungen verbunden. Bei vielen Serien liegt der eigentliche Vorteil jedoch nicht nur im externen Steuereingang, sondern in der Möglichkeit, dieselbe Umwälzpumpe auch mit dP/V, dP/C, drei festen Drehzahlen und Auto zu betreiben.
Deshalb ist One Pump nicht nur als OEM-Lösung, sondern auch als Ersatz- und Retrofit-Lösung glaubwürdig: Das Unternehmen bietet keine starren Pumpen, sondern elektronische Umwälzpumpen, die sich an unterschiedliche Konfigurationen anpassen. Wo PWM1 oder PWM2 erforderlich ist, gibt es dafür geeignete Modelle. Wo 0–10V benötigt wird, gibt es ein kompatibles Modul für GPA und NEOS B. Wo keine externe Steuerung verfügbar ist, bleiben die traditionellen Regelungsarten erhalten. Das ist kein vages Versprechen. Es ist ein intelligent aufgebautes Sortiment.

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